VFR 19 Limburg - FSG Bad Camberg II 2:1 (1:0)
Der Gast hatte von Anfang an den Vorwärtseingang eingelegt. Burim Halili prüfte den VFR-Tormann gleich zweimal, Maarten Kremer scheiterte mit einem Distanzschuss und ein Freistoß von Justin Dorweiler segelte hauchzart am linken Pfosten vorbei. Auf der anderen Seite gab es offensiv nichts Bemerkenswertes zu berichten und für die Pausenführung sorgte der Gast selbst. In der falschen Erwartung, dass der Schiedsrichter bei einem Ball an der Torauslinie auf Eckball entschieden hat, stellte die gesamte FSG-Abwehr die Arbeit ein und ein VFR-Stürmer schob den Querpass ins leere Tor.
Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich nichts. Es ging nur in eine Richtung, aber der Tormann des Gastgebers zeigte sich bei hohen Bällen fangsicher und bei Schüssen aus kürzerer Distanz war immer noch das Bein eines Abwehrspielers im Wege. Da bedurfte es schon eines raffinierten Schlenzers von Burim Halili aus der Distanz, um Mitte der zweiten Halbzeit zum längst fälligen Ausgleich zu kommen. Und während es auf der anderen Seite lediglich einen Distanzschuss in die dritte Etage und einen Freistoß deutlich über die Querlatte zu sehen gab, nahm der Druck des Gastes weiter zu. Aber auch eine Serie von Eckbällen brachte keinen Führungstreffer und die vielbeinige Abwehr erlaubte nur selten einen klare Schussposition. Trotzdem konnte - wenn überhaupt - ein Treffer nur auf dieser Seite fallen. Es sei denn, nach einer unübersichtlichen aber nicht einmal so besonders brenzligen Situation im FSG-Strafraum gibt es einen - mutmaßlich berechtigten - Elfmeter und die Gastmannschaft fährt mit leeren Händen nach Hause.
Fazit: Kein Frage, das Vergnügen an einem Sonntagnachmittag auf der Wiese in Limburg gegen einen - höflich formuliert - körperbetonten Gegner spielen zu müssen, ist überschaubar. Aber wenn aus einer drückenden Überlegenheit zu wenig herauskommt und man durch zwei selbstproduzierte Nicht-Chancen für den Gastgeber noch fleißig mithilft, kann tatsächlich auch so ein Spiel verloren gehen.


