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Sportzentrum, Höhepunkte, Abstürze

Sportzentrum

In den 80er Jahren begannen Planungen der Stadt Bad Camberg und des Kreises Limburg-Weilburg als Schulträger für den Bau eines Sportzentrums in der Pommernstraße, in unmittelbarer Nähe der Taunusschule. In einer ersten Stufe wurde 1984 der Bau einer Sporthalle realisiert, von der die Handballabteilung enorm profitierte. Im nächsten Schritt war der Bau eines Rasenplatzes mit Leichtathletik-Anlage  (Kampfbahn Typ C) und eines Sportheims durch die Stadt vorgesehen. Ein weiteres Großspielfeld als Tennenplatz steuerte der Kreis bei. Teil der Planungen war auch ein Umzug des SVC aus den Pfortenwiesen, in dem man seit 1956 zu Hause war und dort das Vereinsheim in Eigenleistung erstellt hatte.

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Die Begeisterung für diesen Umzug hielt sich bei vielen SVC-Mitgliedern in Grenzen, denn dafür waren die Pfortenwiesen seit über 30 Jahren zu eng mit Tradition und Vereinsgeschichte verbunden. Aber letzten Endes sprachen viele rationale Argumente für einen Umzug: Die Pflege des einzigen Platzes war für den Trainings- und Spielbetrieb zu aufwendig und kostenintensiv, ein vernünftiger Sportbetrieb bei der Vielzahl von Mannschaften kaum mehr möglich, das Sportheim sanierungs- und erweiterungsbedürftig. In den Verhandlungen mit der Stadt, die vom damaligen SVC-Vorsitzenden Werner Grunert geführt wurden, ging es insbesondere darum, dem SVC auf dem neuen Sportgelände die gleichen Verfügungsrechte für die Nutzung wie in den Pfortenwiesen zu sichern. Hierzu gehörte auch das Eigentumsrecht an dem Sportheim.

1990   einweihung sportzentrum   rot weiss frankfurtEine außerordentliche Mitgliederversammlung beschloss am 22. April 1988 die Rahmenbedingungen für den Umzug des SVC und am 4. Juli 1990 war es soweit: Der SVC verließ nach 34 Jahren das Gelände in den Pfortenwiesen. Der Fußballplatz ging ebenso wie das Vereinsheim an die Stadt zurück. Und mit dem Pächterehepaar und Ehrenmitgliedern Liselotte und Helmut Rosenkranz, die über viele Jahre das Vereinheim bewirtschaftet hatten und aus Altergründen ihre Tätigkeit jetzt beendeten, ging ein weiteres Stück Vereinsgeschichte zu Ende. Höhepunkt der Eröffnungsfeierlichkeiten war sicherlich das Gastspiel von Rot-Weiß Frankfurt mit Jürgen Klopp als Spieler und Trainer Dragoslav Stepanovic vor 900 Zuschauern, die gegen eine Stadtauswahl nicht ganz unerwartet keine Probleme hatte (9:1).

Das Jahr 1990 stellt somit einen weiteren wichtigen Meilenstein für den SVC dar, inklusive den anfänglichen Problemen beim Einleben in die neue Heimat. Seien es die Beschwerden der Anlieger des Baugebietes in der Nachbarschaft über Lautsprecher- und Flutlichtanlage oder die Strapazierfähigkeit des nagelneuen Rasens im Dauerbetrieb. Und die Zusammenarbeit mit der Turngemeinde in Bezug auf Fußballbetrieb und Nutzung der Leichtathletikanlagen brauchte ebenfalls seine Zeit. 

Fußball

19911995 96   aufstieg bezirksliga3Die - geschenkte - Zugehörigkeit zur A-Klasse, die Verpflichtung des Oberliga-Spielers Frank Dies als Spielertrainer und weitere neue Spieler steigerten zu Beginn der 90er Jahre die Erwartungen in der Fußballabteilung. Aber nach jeweils glänzendem Saisonstart kam es in den Rückrunden immer wieder zu Rückschlägen und Tabellenplätzen in den hinteren Regionen. Und letztendlich verhinderten nur die Tore von Frank Dies und der überragende Torwart Peter Schneider in den entscheidenden Spielen Schlimmeres. Das änderte sich erst ab der Saison 1992/93 mit der Verpflichtung von Bernd Horz als neuem Trainer. Jetzt ging es sportlich deutlich bergauf und nachdem man 1994/95 in der Relegation an der SG Nord gescheitert war (0:0, 0:2), gelang in der Spielzeit darauf der große Wurf. Der Aufstieg in die Bezirksliga kam passend zum 75. SVC-Jubiläum und wurde entsprechend gefeiert. 

1995 96 Aufstieg Bezirksliga11995 96 Aufstieg Bezirksliga2Die Aussichten für die höhere Klasse mit einer Mannschaft, wie sie der SVC seit vielen Jahren nicht mehr hatte, waren so gesehen nicht schlecht. Trotzdem ging es bergab. Einige abwanderungswillige Spieler waren nicht zu halten, die Trainingsbeteiligung war katastrophal und der Trainer stellte nach einer miserablen Vorrunde sein Amt zur Verfügung. Überraschenderweise aktivierte die Abteilungsleitung erneut Manfred Kobel als Trainer und mit ihm schaffte die Mannschaft am letzten Spieltag noch den Klassenerhalt. Aber die Stimmung war nicht gut. Es ging um Ablösezahlungen, Kostenerstattungen und Handgelder. 

Die Reserve wurde zwischenzeitlich abgemeldet und auch die Amtszeit von Manfred Kobel nahm im Januar 1998 ein jähes Ende, mit einem Nachspiel vor dem Arbeitsgericht als Zugabe. Frank Dies sprang zum wiederholten Male ein, konnte mit der überforderten Mannschaft aber den Abstieg zum Saisonende 97/98 nicht verhindern. Danach verließen viele etablierte Spieler den SVC oder hängten ihre Fußballschuhe an den Nagel.


Ein Wort zu der Reservemannschaft

Die Reservemannschaft des SVC verstand sich immer als Bindeglied zwischen dem ältesten A-Jugend-Jahrgang, der 1. Seniorenmannschaft und den Alten Herren. Insofern kam und kommt der Reserve eine hohe Bedeutung zu. Und es ist sicher nicht übertrieben, wenn man sie für den Zusammenhalt in einem Verein durchaus als wichtiger ansieht, als beispielsweise die 1. Mannschaft. Hinzu kommt, dass die Reserve des SVC immer erfolgreich war und zahlreiche Meisterschaften verbuchen konnte (z.B. 1963/64, 1967/68, 1968/69, 1975/76, 1979/80), unabhängig davon, welcher Klasse die 1. Mannschaft angehörte. Insofern war die Abmeldung der Reserve ein Alarmzeichen und ein Hinweis auf den inneren Zustand des Vereins Ende der 90er Jahre.  

1956 - Eröffnung Pfortenwiesen
1957 - 2. Mannschaft
1968 - 2. Mannschaft
1969 - 2. Mannschaft
1971 - 2. Mannschaft
1975/76 - 2. Mannschaft - Meisterschaft
1979/80 - 2. Mannschaft - Meisterschaft
1989 - 2. Mannschaft
2008 - 2. Mannschaft
2013 - Meisterschaft
2014 - 2. Mannschaft
2019 - 2. Mannschaft


Ein Neubeginn war notwendig, den der SVC mit vielen jungen Spieler aus der A-Jugend und der Wiederanmeldung einer Reservemannschaft in Angriff nahm (der Camberger Anzeiger titelte am 30. Juli 1998: "SVC: Nachwuchs eine Chance") . Aber trotz des Einsatzes vom Micky Flecks, der die Mannschaft in der Winterpause 1998 übernahm, war die A-Klasse nicht zu halten und man wurde als Tabellenletzter in die B-Klasse durchgereicht. Und wer dachte, dass man zumindest dort eine führende Rolle spielen könnte, sah sich getäuscht. Die Mannschaft beendete die Saison 1999/00 als Vorletzter. Und nach internen Querelen kündigte Trainer Lothar Brandler kurzfristig seinen Vertrag und nahm gleich zahlreiche Spieler zu seinem neuen Verein, dem SV Erbach, mit. Als Konsequenz "toppte" man in der Saison 2000/01 das Ergebnis aus dem Vorjahr und stieg als Tabellenletzter nur mangels C-Klasse nicht erneut ab. Somit begann das neue Jahrtausend für die Fußballabteilung des SVC auf einem Tiefpunkt. Aber es sollte noch schlimmer kommen.

1990 - Einweihung Sportzentrum
1991 - 1. + 2. Mannschaft
1995/96 - Aufstieg Bezirksliga
1996 - Bezirksklasse
1996 - Bezirksklasse
1996 - Bezirksklasse
1996 - Bezirksklasse
1996 - Bezirksklasse

Handball

94 95   aufstieg kreisklasseMeister9495CADie 1. Männer-mannschaft hatte die erfolgreichen 80er Jahre unter Spieler-trainer Hans-Jürgen Hofmann mit dem Aufstieg in die Bezirksliga A Wiesbaden abge-schlossen. Hier war erst einmal Konsolidierung angesagt. Der nächste Schritt ist eng mit der Verpflichtung von Spielertrainer Michael Baumann und der Rückkehr von Sven Etzold verbunden, die 1994/95 gleich zum Aufstieg in die Kreisklasse Wiesbaden führte, der bis heute höchsten Spielklasse der Männermannschaft. Dort konnte man sich eine Zeit lang behaupten, bevor es wieder zurück in die Bezirksliga A ging. Nach fünf Jahren erfolgreicher Arbeit verabschiedete sich Michael Bauman - der als Trainer zum TuS Holzheim wechselte - mit einem 4. Platz in der Bezirksliga A. Mit seinem Weggang war die bis dahin sportlich erfolgreichste Zeit im Männerhandball des SVC beendet.

Nach dem Abstieg der Frauenmannschaft am Ende der 80er Jahre aus der 2. Bezirksliga in die Kreisklasse, begann unter der Leitung von Hans-Jürgen Hofmann ein äußerst erfolgreiches Jahrzehnt, nicht zuletzt befördert durch eine seit Jahren kontinuierliche Aufbauarbeit im Jugendbereich.  Bereits in der Saison 1991/92 glückte der erneute Aufstieg in die 2. Bezirksliga, dem 1995/96 erstmals der Aufstieg in die 1. Bezirksliga folgte, in der man sich nicht nur fest etablierte, sondern 1997/98 um den Aufstieg in die Bezirksoberliga spielte, der 2000/2001 gelang. Somit ging die Frauenmannschaft als ranghöchstes SVC-Team überhaupt in das neue Jahrtausend und dies sollte, mal von dem einen oder anderen kurzen Ausflug zurück in die 1. Bezirksliga abgesehen, die nächsten 20 Jahre bleiben.

1990er
1994/95 - Aufstieg Kreisklasse
1996 - Männer II

 

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