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FSG Gräveneck/Seelbach - SVC I   5:3 (2:0)
TuS Frickhofen -               SVC II  3:2 (2:2)

Beide Seniorenteams des SVC gingen am Wochenende leer aus. Während die 2. Mannschaft in Frickhofen kurz vor Schluss den entscheidenden Gegentreffer hinnehmen musste, bekam die 1. Mannschaft im Spiel bei der FSG Gräveneck/Seelbach in einem Spiel mehr Tore als in den 5 Spielen zuvor zusammen.


Das zeigt auch schon, woran es an diesem Sonntagnachmittag mangelte: Auf dem engen und kurzen Rasenplatz in Seelbach fand die gesamte Mannschaft über weite Strecken keine Einstellung zu dem schnell nach vorn spielenden und agressiv pressenden Gastgeber, was sich insbesondere auf die bisher so zuverlässige Abwehrarbeit der gesamten Mannschaft auswirkte. Meist ließ man den Gegenspielern zuviel Raum und war dann im Zweikampf häufig zu spät, eindrucksvoll dokumentiert durch eine Unzahl von Freistößen um den eigenen Strafraum herum, von denen allein zwei für Gegentore verantwortlich waren.

Dabei begann der SVC konzentriert und kam durch einen vielleicht etwas zu hastig abgeschlossenen Distanzschuss von Hamdi Kqiku und einem schön herausgespielten, aber vom Schiedsrichter wegen vermeintlichen Abseits nicht gegebenen, Tor durch Max Herzog zu den ersten Möglichkeiten. In dieser Phase ließen beide Mannschaften noch kaum etwas zu und so kam dann auch der Führungstreffer des Gastgebers ein wenig "aus dem Nichts", nach einem von rechts mit links scharf in den Strafraum geschlagenen Freistoß. Der zweite Treffer kurz darauf mit der zweiten Tormöglichkeit nach schöner, aber viel zu einfach zugelassener Kombination, zeigte dann beim SVC erste Wirkung und der Gastgeber verdiente sich die Halbzeitführung mit der einen oder anderen weiteren guten Tormöglichkeit, selbst wenn auf der Gegenseite auch ein FSG-Abwehrspieler mal auf der Linie klären musste.    

Die zweite Halbzeit war dann insofern eine etwas merkwürdige Angelegenheit, weil zwar noch sechs Tore fielen, der Unterhaltungswert für die Zuschauer also durchaus beachtlich war, das Spiel über weite Strecken aber im wahrsten Sinne des Worte ruhte. Denn neben der Tatsache, dass die Intensität auf beiden Seiten deutlich zunahm und zu häufigeren Unterbrechungen führte, lag dies vor allem daran, dass der Schiedsrichter einen beachtlichen Gesprächsbedarf zeigte und das durchaus unabhängig von dem gerade geahndeten Vergehen, also auch nach Allerweltsfouls. Hinzu kam, dass er in jeder Halbzeit zusätzlich mehrmals die beiden Spielführer zu sich zitierte und ebenfalls längere Gespräche führte, worüber auch immer. Das also im wesentlichen der Schiedsrichter für ausgiebige, mehrminütige Spielverzögerungen verantwortlich ist, die im übrigen auch bei weitem nicht angemessen nachgespielt wurden, erlebt man auch nicht so oft.

Auf jeden Fall gab es aber erst einmal Tore im Doppel- bzw. Dreierpack. Das 3:0 kurz nach dem Wechsel per Foulelfmeter, verkürzte Rouven Thies postwendend nach schöner Flanke von Jannik Wehrmann per Kopf und nach dem 4:1 (wie gehabt, per Freistoß von rechts mit links) verwandelte Hamdi Kqiku eine Flanke von Rouven Thies sehenswert per Direktabnahme aus spitzem Winkel zum 4:2. Aber auch dieser Hoffnungsschimmer wurde praktsich im Gegenzug wieder zerstört, als nach einem erneuten Abwehrfehler ein FSG-Stürmer über links allein auf Kevin Flachsel im SVC-Tor zulaufen konnte und zum 5:2 einschob.

Nach weiteren längeren Spielpausen (siehe oben) und einem erst einmal entsprechend zerfahrenen Spiel, übernahm der SVC spielstandsbedingt das Kommando, wobei es sicherlich nicht von Nachteil war, dass der überragende FSG-Spieler - nach wiederholt rüden Attacken  - zu Recht vom Platz gestellt wurde und die Gastgeberoffensive, inklusive der erwähnten gefährlichen Freistöße dieses Spielers, nicht mehr stattfand. Lange konnte man sich beim SVC aber nicht über die Überzahl freuen, da auch James Johnson nach Foulspiel den Platz verlassen musste. Die Endphase bestand aus dem üblichen Anrennen gegen einen sich jetzt weit zurückziehenden und üblicherweise häufig auswechselnden Gastgeber. Aber der erneute Anschlusstreffer mit schönem Kopfball von Hamdi Kqiku kam trotz der einen oder anderen weiteren Tormöglichkeit und brenzligen Situation im Strafraum zu spät.  

Fazit: Ein verdienter Sieg für eine starke FSG-Mannschaft, die den SVC nach guter Anfangsphase nie so richtig in sein Spiel kommen ließ und nach den Anschlusstreffern immer wieder die richtige Antwort parat hatte, allerdings auch immer wieder mit gnädiger Mithilfe des SVC. Während die Offensivleistung auswärts gegen den neuen Tabellenführer mit drei herausgespielten Toren kaum zu bemängeln ist, zeigen die Probleme bei der Abwehrarbeit, das hier vor allem gegen Gegner aus höheren Tabellenregionen die Anforderungen noch deutlich steigen können.

Noch ein letztes Wort zum Schiedsrichter: Man kann sicherlich diskutieren ob das Kartenfestival in dieser Form so angebracht war, aber er hatte nun mal diese Linie, hat sie auch konsequent durchgezogen und lag bei seinen Entscheidungen, im Vergleich zum "Schiedsrichterdurchnitt" in dieser Spielklasse, auch überwiegend richtig. Trotzdem störten die häufigen und mehr als ausgiebigen Diskussionsrunden einfach die Konzentration und auch den Spielfluss und erschienen - zumindest von außen - oft weitgehend sinnfrei. Und wenn in der Nachbetrachtung die Person des Schiedsrichters besonders im Gedächtnis bleibt (vgl. auch diesen Artikel), ist das dann doch kein gutes Zeichen.

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