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RSV Weyer II - SV Bad Camberg I 5:3 (1:2)

Wer auswärts 3 Tore erzielt, sollte eigentlich ganz gute Aussichten haben mit etwas Zählbarem nach Hause zu fahren. Das funktioniert aber nicht, wenn man gleichzeitig gegen einen Gegner, der bis zum Abpfiff entschlossen dagegen hält, aber nun wirklich kein Offensivfeuerwerk abbrennt, nicht nur 5 Gegentore zulässt, sondern dabei auch noch fleißig mithilft. Auch das der Gastgeber in den letzten 20 Minuten sichtlich "auf dem Zahnfleisch" ging und das Spielende zudem in Unterzahl erlebte, nutzte an diesem Sonntagnachmittag nichts.

Die erste Halbzeit begann auf beiden Seiten mit viel Mittelfeldgepänkel und wenigen Tormöglichkeiten. Lebhafter wurde es, nachdem Max Herzog mit einem Distanzschuss die Unterkante der Latte traf. Und obwohl der SVC danach etwas mehr vom Spiel hatte, das erste Tor erzielte der Gastgeber, als der bereits eroberte Ball nahe der Seitenauslinie vertändelt wurde und ein RSV-Stürmer das Geschenk am zweiten Pfosten dankend annahm. Zu diesem Zeitpunkt zeigte sich der SVC  von dem Rückstand noch unbeeindruckt, hatte mehr Spielanteile und kam durch David Blazquez-Gomez und Erich Bierod zur Halbzeitführung, jeweils von Hamdi Kqiku über links perfekt in den Strafraum gespielt. Soweit lief alles nach Plan.

Das änderte sich nach der Pause schnell. Der Ausgleich per Kopf nach einem Freistoß kann sicherlich passieren, aber danach häuften sich unsaubere Abspiele, zu schnelle Ballverluste im Mittelfeld und daraus resultierende Probleme in der Abwehrarbeit, warum auch immer. Die Führung der Gastgeber dann wieder mit aktiver Unterstützung des SVC, als ein Ball im Strafraum mehrfach nicht konsequent geklärt, dafür aber schlussendlich vom Gastgeber aus kurzer Distanz über die Linie gespitzelt wurde. Für allgemeine "Erheiterung" - nicht nur für SVC-Anhänger - sorgte dann ein Elfmeterpfiff des Schiedsrichters, der das deutlich erkennbare saubere Tackling eines SVC-Abwehrspielers ahndete. Mit dem Zwei-Tore-Rückstand im Nacken übernahm der SVC wieder das Kommando, kam durch Hamdi Kqiku nach schöner Einzelleistung zum Anschlusstreffer und hatte weitere Möglichkeiten zum erneuten Ausgleich. So zeigte sich der RSV-Torhüter bei einem indirekten Freistoß aus kurzer Entfernung aufmerksam. Aber auch hier fehlte es für die großen Möglichkeiten an der letzten Präzision und mit einem seiner wenigen Angriffe in der Schlussphase kam der Gastgeber gegen eine aufgerückte SVC-Abwehr noch zum fünften Treffer, als Eigentor zwar mit erneuter Hilfe des Gastes, aber hier kein Vorwurf an den Abwehrspieler, der am zweiten Pfosten retten wollte, was nicht mehr zu retten war. Das nach einer gelb-roten Karte wegen Ballwegschlagens ein weiterer RSV-Abwehrspieler trotz eines  rustikalen "von Hinten in die Beine", ohne das ein Ball in der Nähe gewesen wäre, mit einer gelben Karte belohnt wurde - geschenkt. Der Nachmittag war nicht mehr zu retten. 

Fazit: Nach dem starken Auftritt gegen den Meister am Vorsonntag waren die Erwartungen für dieses Spiel gegen einen Gegner auf tabellarischer Augenhöhe sicherlich höher. Andererseits ist angesichts der erfolgreichen aber eben auch kräftezehrenden Saison, mit den zuletzt gerade für den SVC zahreichen englischen Wochen, sicherlich auch ein wenig Nachsicht angebracht, wenn die leistungsmäßigen Schwankungen zu Saisonende größer werden. Das letzte Heimspiel am kommenden Sonntag gegen den TUS Linter (SVC II um 13:00 gegen ZaZa Weilburg) bietet die Gelegenheit für die endgültige Abrundung der ersten A-Ligasaison für den SVC.

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